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Ausstellung   BURG Galerie im Volkspark

Von hier und dort / Wo alles anfängt

Zwei Schmuck-Ausstellungen

Kuratiert von Prof. Daniel Kruger. Eine Kooperation mit der Galerie für Angewandte Kunst München

Autorenschmuck, das sind solitäre Stücke, plastische Objekte, deren Präsentationsfeld der menschliche Körper ist. Als Kunstform ist Autorenschmuck ein Objekt der Betrachtung, das am Körper getragen wird und über das Dekorative hinaus Fragen nach Identität, Geschichte(n) und Zeitgenossenschaft stellt. Er bringt zum Ausdruck, wie wir unser unmittelbares Umfeld wahrnehmen und verstehen. Dabei können die Schmuckstücke formal und abstrakt, aber auch figurativ und narrativ sein, in einer Größenordnung von klein und intim bis groß und repräsentativ. Das Tragen der Objekte wiederum ermöglicht eine Aneignung der darin verkörperten Ideen.

Die Ausstellungen „Von hier und dort / Wo alles anfängt“ werden von Professor Daniel Kruger kuratiert. Zu den Ausstellungen erscheint jeweils ein Katalog.

Die Eröffnung findet am Mittwoch, dem 11. November 2015, um 18 Uhr in der Burg Galerie im Volkspark statt.

„Von hier und dort“
Die präsentierten Werke der Ausstellung „Von hier und dort“ stammen von jungen, international wirkenden Schmuckkünstlerinnen und -künstlern aus der ganzen Welt und geben damit zum ersten Mal in Halle einen Einblick in die äußerst vielfältigen Strömungen des Autorenschmucks weltweit. Die hier versammelten internationalen Künstlerinnen und Künstler gehören zu den etablierten und einflussreichen Stimmen der internationalen Szene und bilden wichtige Referenzen für die Studierenden und Lehrenden der BURG.

Die vertretenen Stilrichtungen und Positionen sind so zahlreich wie die ausstellenden Künstlerinnen und Künstler. Der Schmuck reicht von klein-dimensionierten und diskreten bis hin zu kühnen, demonstrativen Aussagen. Die gezeigten Objekte spiegeln individuelle Gedanken und Überlegungen zu unterschiedlichen Phänomenen und Aspekten des Lebens und der Welt wider und bedienen sich dabei einer großen Bandbreite künstlerischer und gestalterischer Mittel. Hier ist die Malerei ebenso vertreten wie die Verwendung von Objets trouvés und Ready-mades. Form, Raum und Illusion und die physikalischen Eigenschaften von Dingen werden erforscht, das Handwerk als urmenschliche sinngebende Tätigkeit hinterfragt. Figurative wie metaphorische Referenzen auf die Natur als Lebensquelle spielen eine Rolle. Geschichte, Tradition, menschliche Gefühle, individuelle und gesellschaftliche Fragen nach Ort, Identität und Schöpfung werden in den Objekten thematisiert.

„Wo alles anfängt“
Die Ausstellung „Wo alles anfängt“ zeigt Arbeiten von Studierenden und Lehrenden der Schmuckklasse von Professor Daniel Kruger an der BURG. Die Besonderheit der Studienrichtung Schmuck an der BURG liegt darin, dass sie im Studiengang Plastik im Fachbereich Kunst  (und nicht im Design) angesiedelt ist. Damit ordnen sich die gezeigten Arbeiten dem Bereich Bildende Kunst zu. Diese explizit künstlerische Ausrichtung der Schmuckproduktion weist die BURG und damit die Stadt Halle als einen einzigartigen Standort für die Entwicklung von Autorenschmuck aus.

Im Rahmen der Ausstellung wird eine Hommage an die im März 2015 verstorbene Schmuckkünstlerin Juliane Noack gezeigt.

Im Vorfeld der zwei verbundenen Ausstellungen in Halle war die Ausstellung „Wo alles anfängt“ vom 24. Juli bis 5. September 2015 in der Galerie für Angewandte Kunst in München zu sehen.

Rahmenprogramm

  • Dienstag, 17.11.2015, 18 Uhr
  • Einführung
  • Von Prof. Daniel Kruger (Halle), Professor für Schmuck an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
  • Dienstag, 24.11.2015, 18 Uhr
  • I(r)ony
  • Vortrag von Sophie Hanagarth (Paris), Dozentin für Schmuck an der École Supérieure des Arts Decoratifs Strasbourg
  • Samstag, 28.11.2015, 18, 20, 22 Uhr
  • Langer Abend der Galerien
  • Jeweils um 18, 20 und 22 Uhr finden Führungen durch die beiden Ausstellungen statt
  • Dienstag, 1.12.2015, 18 Uhr
  • Mind flights & Soul-mates
  • Vortrag von Lucy Sarneel (Amsterdam), Schmuckkünstlerin
  • Dienstag, 8.12.2015, 18 Uhr
  • Flashback
  • Vortrag von Norman Weber (Neugablonz), Dozent an der Staatlichen Berufsfachschule für Glas und Schmuck Kaufbeuren-Neugablonz
  • Dienstag, 15.12.2015, 18 Uhr
  • Elektrosmog
  • Vortrag von Andreas Gut (Pforzheim), Professor für Schmuck an der Fakultät für Gestaltung Hochschule Pforzheim


Bild 1 von 18:
Fabrizio Tridenti: untitled (Brosche), Messing, Wellpappe, Eisen, Acrylfarbe, 2010. Foto: Fabrizio Tridenti


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Lucy Sarneel: „Wish You Were Here“ (necklace), Zink, Papier, Farbe, Firnis, Nylonfaden, Kalebasse, Holzfurnier, antike venetianische Glasperlen, 2012. Foto: Rob Bohle


Bild 3 von 18:
Norman Weber: „Bijou 10.11“ (Brosche), vergoldetes Neusilber, Glasprägungen, 2014. Foto: Norman Weber


Bild 4 von 18:
Andreas Gut: Halsschmuck „Pflanzenelektrik“, Nylon, Aluminium, 2012. Foto: Petra Jaschke


Bild 5 von 18:
Sophie Hanagarth: Armband „Trap“, Schmiedeeisen, 2009 – 2015. Foto: Sophie Hanagarth


Bild 6 von 18:
Lisa Walker: „Necklace“, Holz, Lack, Faden, 2014. Foto: Lisa Walker


Bild 7 von 18:
Melanie Bielenker: Brosche „Hemming“, Gold, Ebenholz, Harz, Haar, 2009. Foto: Sienna Patti Contemporary


Bild 8 von 18:
Lea Klein: Besteck „Becher“ und „Kelle“. Kupfer, Joghurtbecher, Holz, 2011. Foto: Marco Warmuth und Studio Markus Lange


Bild 9 von 18:
Melanie Isverding: „Cavea“ (32), Brosche, Silber, Email, zerstoßener Granat, Glimmer, Lack, 2014. Foto: Mirei Takeuchi


Bild 10 von 18:
Sawa Aso: „Fliege“, Stahl, montiert, gelötet, 2014. Foto: Sawa Aso


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Florian Milker: Anhänger „O_Serie_3_4“. Polyamid, Selasto, Plastik, Nylon, 2015. Foto: Marco Warmuth und Studio Markus Lange


Bild 12 von 18:
Elisa Sophia Hermann: Halsschmuck. Lindenholz, Silber, Lack, 2015. Foto: Marco Warmuth und Studio Markus Lange


Bild 13 von 18:
Atsuko Fujishima: Halsschmuck „Kopflosigkeit“, Kunststoff, Polyesterfaden, 2011. Foto: Marco Warmuth und Studio Markus Lange


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Jutta Kallfelz: Brosche „Waldmeister“. Aluminium gesägt, gebohrt, gemeißelt, 2012. Foto: Michael Müller


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Stephanie Fleck: Halsschmuck „Meerjungfrauenkette“. Kupfer, Email, Silber, Steinperlen, Glasperlen, Textil, 2012. Foto: Marco Warmuth und Studio Markus Lange


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Makiko Mitsunari: Brosche. Balsaholz, Farbe, Messing, Silber, 2014. Foto: Marco Warmuth und Studio Markus Lange


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Sophie Baumgärtner: Brosche „Hybrid Carabus Punctatus“. Edelstahl, Nylon, Messing, Polyurethan, Pigment, Lack, Wachs, 2015. Foto: Marco Warmuth und Studio Markus Lange


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Sylvia Weidenbach: Anhänger. Kupfer, SLS Nylon 3D print gefärbt, 2014. Foto: Marco Warmuth und Studio Markus Lange